Pilzpulver oder die Pilzextrakte? Was soll ich nehmen? 


Diese Frage wird mir mehrmals in der Woche gestellt. Lasst mich  „nur“ ein paar Fakten mit Euch teilen, dann kann sich jeder diese Frage im Grundsatz schon selbst beantwortet.
Auch wenn diese Fakten nicht in den Marketingplan mancher Hersteller passen, ändert es nichts an den von der Natur so vorgegebenen Tatsachen.

Fakt 1: Bei echten Pilzen besteht das Zellgerüst aus Chitin

Was ist daran so schlimm? Nichts, außer, dass alle Wirksubstanzen in eben diesem Zellgerüst eingeschlossen und von uns nicht erschließ- und verwertbar sind. Uns fehlt im Verdauungstrakt schlicht die Mikroflora und das Enzym Chitotriosidase oder auch Chitinase genannt. Chitin fungiert lediglich als Ballaststoff und ist unter Umständen eine große Herausforderung für den Verdauungstrakt. Nicht selten kann es zu Völlegefühl, Magendrücken, Übelkeit und Durchfällen kommen.

Seit geraumer Zeit existieren Berichte, in denen behauptet wird, Menschen wären physiologisch in der Lage Chitinase herzustellen und dies sei sogar trainierbar. Diese Aussagen sind grober Unfug und nicht haltbar. Sollte ein Mensch Chitinase selbst herstellen, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr krank.
Dazu verweise ich auf die Dissertation von Frau Ines Mack von 2013:
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16376/1/Mack_Ines.pdf

Den Zugriff auf die Wirksubstanzen bekommen wir in der Regel traditionell durch die Heißwasseraufbereitung/ Extraktion, durch alkoholische Auszüge oder bedingt durch mikrofeine Vermahlung…..und ich meine wirklich mikrofein!
Dieses mikrofein ist im Moment nur durch eine einzige Firma leistbar, sie hat eine patentierte, absolut einmalige Galenik entwickelt und es ist auch nur ein Pilz (und es wird voraussichtlich auch nur noch einer dazu kommen) in dieser Galenik verfügbar.
 

Fakt 2: Pilze enthalten Lektine und andere, für uns im Rohzustand unzuträgliche Stoffe.

Lektine sind komplizierte Eiweiß- oder Zucker-Eiweißverbindungen, die, je nach Aufbau in der Lage sind, sich an ganz bestimmte Zelloberflächen zu binden. Somit sind Lektine auch für unsere Zellen nicht ganz unkritisch, denn sie können entweder allgemein oder blutgruppenspezifisch sowohl Hämolyse (Auflösung) als auch Agglutination (Verklumpung) der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bewirken. Oft sind Lektine für die Unverträglichkeit oder sogar giftige Wirkung der Pilze mitverantwortlich.

Die gute Nachricht: Durch ausreichendes Erhitzen werden Lektine neutralisiert.


Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Pilze, bis auf kleine Mengen Champignon und Steinpilze, nicht roh verzehrt werden sollten. Das gilt auch für die sogenannten Vital- oder Medizinalpilze!

Nun ist es aber so, dass Pilzpulver nicht hoch erhitzt wird und somit Lektine aktiv bleiben.

Ganz nebenbei, auch Rohveganer sollten daran denken, vor allem beim beliebten Austernseitling.
 

Hier eine Handvoll Beispiele:

  • Austernseitling/Pleurotus: Enthält Pleurotolysin, ein dem Bienengift ähnliches Lektin, welches die Erythrozyten auflöst/hämolysiert
  • Samtfußrübling/Enoki: Flammutoxin  heißt das Lektin, welches ebenfalls zur Hämolyse führt.
  • Shiitake Lektine wiederum können zur Verklumpung (Hämagglutination) der roten Blutkörperchen führen
  • Pfifferlinge enthalten Hämagglutinine, diese verklumpen blutgruppenspezifisch Blutgruppe A


Wer sich noch etwas mehr belesen möchte, kann z. B. auf folgende, informative Website zugreifen:
http://tintling.com/inhalt/2000/haemolysine.html


Jetzt denke ich etwas mehr Licht in die Pilzpulver-Pilzextrakt-Diskussion gebracht zu haben und stehe für konstruktiven Austausch gerne zur Verfügung.
 

Kommt gut durch die Sommerhitze und ich wünsche Euch allen schöne Ferien heart

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Kontakt

Vitalpilzberatung

Vitalpilzberatung Doris Richtsteig

Heilpraktikerin und
geprüfte Pharmareferentin


Doris Birgit Maria Richtsteig
Im Oberwang 2
87439 Kempten
Deutschland

Tel: 0831-69727013

info@vitalpilzberatung.de

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