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Steinpilz


Steinpilz, Boletus edulis, Yamadoritake, měiwèi niúgānjùn, king bolete

Wer im Spätsommer-Herbst einen Steinpilz findet, erntet nur die schmackhafte Gabe eines unsichtbaren Wesens. Das sichtbare Geschenk ist die Frucht eines unsichtbaren Geflechts, das

sich über Jahre mit den Wurzeln der Bäume verwoben hat. Es findet ein lautloser Tauschhandel von Zucker und Mineralstoffen, tief unter unseren Füßen statt. Eine symbiotische Verbindung zwischen Pilz und Baum.
Manchmal leuchtet daneben ein zweiter Gruß desselben Wurzelnetzes. Der Fliegenpilz, leuchtend, rot, weiß getupft. Wo er entdeckt wird, ist der Steinpilz selten weit. So kann man den

Fleigenpilz als kleine „Petze“ sehen, die das Versteck eines Spielkameraden verrät.

Der Steinpilz enthält eine Substanz, die die Forschung lange nur aus dem Meer kannte. Selenoneein, ein seltenes, selenhaltiges Antioxidans. Erst 2024 zeigte sich, dass ausgerechnet der Steinpilz die erste bekannte Nahrungsquelle an Land mit nennenswerten Mengen dieses Antioxidans ist, bis dahin galt allein der Seefisch als Lieferant. Intuitiv wussten also schon unsere Großmütter die ganze Zeit, dass der edle Speisepilz eine kleine Schatztruhe an Heilkraft in sich trägt.

Steinpilz

Inhaltsstoffe vom Steinpilz

Steinpilze findet man von ca. Juni bis Oktober in Nadel- und Mischwäldern. Er kann roh gegessen werden und enthält Vit. A, B1, B2, B3, B6 und sogar Vit. C.

Hat der Steinpilz Heilwirkung?

Spannend sind Studien, die ganz klar zeigen, dass der Steinpilz sich schon unterstützend bei Krebserkrankungen bewährt hat. Sein Polysaccharid BEP (Boletus edulis Polysaccharid) hat eine starke Wirkung auf Thymus und Milz und sein Lektin BEL (Boletus edulis Lektin) hemmt die Krebszellvermehrung.

Diese Tatsachen lassen uns erahnen, welches Heil bringende Potential im Steinpilz noch schlummert.


Quellen und Literatur:

Studien: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=medical+mushrooms+Boletus+edulis